Aktionen und Skripte sicher zuordnen¶
Ziel: Eine vorhandene Photoshop-Aktion oder ein geprüftes Skript genau den Ausgaben zuordnen, die es benötigen. Wähle dafür den engsten passenden Geltungsbereich, statt denselben Aufruf vorsorglich an mehreren Stellen einzutragen.
Voraussetzungen¶
Die Aktion muss in Photoshop verfügbar sein. Ihre Gruppe wird laut Handbuch über den Kundennamen name ausgewählt. Aktionsnamen sind exakt zu übernehmen, einschließlich Groß- und Kleinschreibung. Eine Skriptdatei mit Endung .js oder .jsx muss im Unterordner js des Programmverzeichnisses liegen. Verwende nur geprüfte Skripte; ein Dateiname in der Konfiguration sagt nichts über ihre Unbedenklichkeit aus.
Sichere Konfiguration und Quelle. Ändern und Aktivieren erfolgt über Editor und abgestimmten Neustart, nicht über einen erfundenen Aktionsdialog in ImageConvert.
Den Geltungsbereich bestimmen¶
| Gewünschter Umfang | Nach der Verarbeitung | Davor |
|---|---|---|
| Kundenweite Listen | customerActions, customerScripts; Kundenaktionen werden im gelesenen Source auch früh aufgerufen |
customerScriptsVor hat einen eigenen Aufrufhandler; für customerActionsVor ist kein ausführender Verbraucher belegt |
| Typweite Printlisten | Im gelesenen Reader aus Printslot 1 übernommen; mainFolder.print.actions/scripts werden nicht gelesen |
Vorlisten getrennt prüfen; reine Readerexistenz garantiert keine Ausführung |
| Alle Webausgaben | mainFolder.web.actions, .scripts |
.actionsVor, .scriptsVor |
| Nur ein Printausgang | Felder am passenden Objekt in mainFolder.print.subFolder[] |
Dort die entsprechenden Vor-Felder |
| Nur ein Webausgang | Felder am passenden Objekt in mainFolder.web.subFolder[] |
Dort die entsprechenden Vor-Felder |
Das Handbuch beschreibt auch Zuordnungen an Eingangsordnern. Inbox-root-Listen werden im gelesenen Reader nicht eingelesen; der Eingangsaufrufhandler durchläuft zudem mehrere Positionen statt ausschließlich den aktuellen Eingang zu binden. Eine sichere eingangsspezifische Zuordnung ist damit nicht belegt. Auch Printslot 1 ist kein isolierter lokaler Geltungsbereich, weil er die typweiten Printlisten speist. Diese Anleitung verwendet deshalb für einen neuen gezielten Aufruf vorzugsweise einen vorhandenen Webausgang; die Detailreferenz zu den Listen erläutert die Unterschiede.
Ein Skript nur an einem Ausgang ausführen¶
- Bestimme, welches konkrete Ergebnis geändert werden soll, beispielsweise nur das zusätzliche Webbild.
- Prüfe den tatsächlichen Dateinamen des freigegebenen Skripts im Verzeichnis
js. - Trage diesen Namen am passenden Webausgabeobjekt in
scriptsoderscriptsVorein. Die Felder beschreiben unterschiedliche Skriptphasen; prüfe den konkreten Ausgangshandler. Übertrage diese Phasenzusage nicht auf gleichnamige Aktionslisten. - Prüfe, ob dasselbe Skript bereits kundenweit oder für alle Webbilder eingetragen ist. Vermeide ungewollte Mehrfachausführung.
- Übernimm die Konfiguration über den abgestimmten Neustart. Verarbeite eine gesicherte Kopie und prüfe die konkrete beabsichtigte Änderung am Zielbild sowie das Ausbleiben unerwünschter Änderungen an anderen Ausgängen.
Dieses unvollständige Konfigurationsfragment innerhalb eines vorhandenen Ausgabeobjekts veranschaulicht die Nachzuordnung. freigegebene-nachbearbeitung.jsx ist ein Beispielname, keine mitgelieferte Datei. Ersetze ihn nur durch den Namen eines tatsächlich vorhandenen und geprüften Skripts; das Fragment ist keine vollständige Konfiguration:
Für eine Aktion enthält actions an derselben Stelle den Namen der vorhandenen Aktion, nicht einen Skriptpfad. Die kundenseitige Aktionsgruppe muss passen. actionsVor ist dagegen nicht allein durch Einlesen als ausführend wirksam belegt. Die Kundenebene kann außerdem einen frühen und spätere Aufrufe derselben Kundenaktion auslösen; nicht idempotente Effekte können sich summieren.
Reihenfolge beachten¶
Das Handbuch nennt für Aktionen die Reihenfolge Kundenebene, Print-/Webebene, einzelner Ausgang. Es nennt maximal zehn Aktionsnamen pro Gruppe. Es beschreibt damit keinen vollständigen gemeinsamen Ablaufplan aller Aktionen und Skripte über sämtliche Eingangs- und Ausgangsstufen hinweg. Wenn zwei Aufrufe voneinander abhängen, lass ihre tatsächliche Reihenfolge für deine Programmfassung bestätigen, statt aus der Position der Felder in der JSON darauf zu schließen.
Ein bloßes OK in der Info-Datei belegt nicht, dass ein Skript den gewünschten Effekt erzielt hat. Prüfe das Merkmal selbst, etwa Ebenen, Pfade oder die sichtbare Nachbearbeitung. Bei fehlender Wirkung zuerst Dateiname, js-Ablage, Aktionsgruppe und Zuordnung kontrollieren; danach Meldungen auswerten.
Nur ein einzelnes Eingangsbild bearbeiten¶
Für eine Verarbeitung direkt nach dem Öffnen beschreibt das Handbuch ein Dateipaar:
- Bilddatei:
name.ext.scriptmit den tatsächlichen Bildbytes. - Textdatei:
name.txt.script; ihr Inhalt ist der Name der auszuführenden Skriptdatei einschließlich Endung.
Das Skript muss ebenfalls in js vorhanden sein. Beide Dateien müssen zusammengehören. Das Handbuch nennt danach die Ablage unter Eingang\script\processed. Verwende diese Methode nur, wenn die Änderung schon am geöffneten Eingangsbild gewünscht ist; sie ist nicht gleichbedeutend mit einer Nachbearbeitung eines einzelnen Webausgangs. Details: Skriptpaare.
Feldhilfe: Kundenskripte · Skripte am Webausgang · JavaScript-Funktion.
Quellen¶
Herstellerhandbuch ImageConvert, Stand 09.10.2026, ImageConvert-4.pdf: gedruckte S. 8 und 10 (PDF-S. 12 und 14), S. 13–14 (PDF-S. 17–18), S. 27–30 (PDF-S. 31–34), FAQ S. 64 (PDF-S. 68). Geltungsbereich und dokumentierte Absicht sind keine Zusage für eine ungeprüfte gemeinsame Ausführungsreihenfolge.